Rachel

Text: Echo of the Past
Melodie: Ballade von der Erweckung - ASP

Luna war jung und die Zeit war nicht alt
da lebte einst eine Garou hier im Wald
und Rachel war ihr Name.
Ein Fell wie aus Silber und Augen aus flüssigem Gold
ihr Herz voll Mut und Erbarmen

Doch jeder wusste, ob Wolf oder Mann,
dass nur der Rachels Hand gewann,
der als würdig sich ihr erweise
Doch keiner, der kam, war ein Held, dessen Tat man besang
Und Rachel blieb lange alleine

Der Sommer, der folgte dem Frühling ins Land
und an einem lauen Abend da fand
ein Fee sie schlafend im Grase.
So schön war sie, dass wie vom Donner gerührt er stand
da krächzten klagend die Raben.

„Ach, Rachel, Geliebte, sag was muss ich tun
nicht eine Nacht kann ich länger nun ruh’n
bist du nicht mein, meine Schöne!“
Da sprach sie zu ihm: „Nur wer ist wie ein Held der Garou
soll meine Liebe gewinnen!“

Der Fee brach auf eh der Morgen wurd‘ rot
zu erfüllen was ihm die Schöne gebot:
Durch alle Träume zu reisen
Zu suchen nach Ehre und Weisheit und Ruhm und Tod
sich ihrer als würdig zu weisen.

Jahre und Tage verging’n in der Welt
doch nie hat der Fee jene Stunden gezählt
die er in den Träumen verlebte.
Drachen erschlug er, fand Wissen, gab Armen sein Geld
Wenn Rachel ihn dafür nur liebte…

Doch als er endlich vor Rachel dann stand
zu nehmen ihr Wort, ihr Herz, ihre Hand
zurück nach tausenden Tagen
Da wusst sie nichts mehr und hat ihn nicht einmal erkannt
da krächzten klagend die Raben.

Vergessen hat sie ihn wie einen Traum
und in ihrem Herzen war nun kein Raum
um ihn darinnen zu tragen
Seiner Liebe, seines Schwurs, seiner Taten entsann sie sich kaum
da krächzten klagend die Raben.

Da zog er fort, denn das Leid wog so schwer
Und niemals sollte er wiederkehr‘n
Und Rachel vergaß seinen Namen.
Und niemand, ach niemand kennt seinen Namen mehr
So krächzend es klagend die Raben.


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