Letzte Tat

"Da bin ich wieder, hier bring ich Euch den Verräter an der Litanei. Doch ich muß euch sagen daß seine letzte Tat ehrenvoll war und somit will ich für ihn sprechen. Meine Abscheu ihm gegenüber war groß, ihr alle habt miterlebt wie er auf Gaia gespuckt hat in dem er nicht nur unsere Gesetze sondern auch noch unsere Riten gebrochen hat. Seine Eitelkeit hatte ihn dorthin getrieben.
Nun auch um den Welpen noch einmal zu zeigen daß Gaia nichts verborgen bleibt, will ich euch von meiner Jagd erzählen. Froststimme, Galliard der Nachfahren des Fenris im Range eines Fostern, war von Gaia geliebt, sie hatte ihm das Geschenk der Geruchlosigkeit von Geburt an mitgegeben. Nun ist es schwer ein Fährte zu finden ohne Geruch. Der Boden war hartgefroren und hatte keine Spuren behalten. Wie nun sollte ich einen Lupusgeborenen in einem großen Waldgebiet, das dieser besser kennt als ich, aufspühren? Da es Tag war als er uns verließ und türmte wie ein reudiger Köter, mußte ich bis zum Sonnenuntergang warten um im Umbra die Geister zu befragen.
Helios verabschiedete sich blutrot an diesem traurigen Tag, und als ich auf unsrem geliebten Caern seitwertswechselte war ich von Zorn erfüllt.
Nun wie ihr alle wisst bin ich kein Theurge und einem Ahroun wie mir fällt es nicht immer leicht mit den Geistern zu sprechen. Doch in dieser Nacht mußte ich nicht lange suchen. Ich kniete nieder und rief den Merlinfalken an. Dieses Totem der Ehre erwieß mir die Ehre und hörte meine Bitte an. Ich trug die Geschehnisse vor und meine Befürchtung daß wir diesen Ronin bald auf der Seite des Wyrm wieder sehen würden und seine Seele für Gaia für immer verloren sei. Ich bat um Hilfe bei meiner Suche und das Totem war gnädig. Es war voll Weisheit und wies mir an ihm die Möglichkeit eines ehrenvollen Todes zu gewähren. Er sollte für seine Taten sühnen können mit seinem Blut. Und so führte mich mein Totem durchs Umbra zu ihm. Als ich auf ihn traf, war er gerade dabei einem der besagten Nester der Günstlinge des Wyrm aufzuspüren um sich in einen Kampf zu stürzen. Ich stellte ihn kurz vor der Stadt auf einer Lichtung. Er war gefaßt und stand mir aufrecht gegenüber. Und dort an diesem Ort bewieß er Ehre und entschuldigte sich zum ersten Mal, er gestand den Fehler der Rangmißachtung und bat mich um Verzeihung.

Nun würden manche von euch sagen er kniff den Schwanz ein und hoffte das damit alles gut sei.

Aber nein, er wußte das Gaia sein eigens gewähltes Urteil geschickt hatte und seine Worte waren: "Dann laß es uns wenigstens richtig zu Ende bringen!"
Er kämpfte wild und stark, eines Ahrounes ebenbürtig.
Er fiel mit Ehre in sein Blut und erhob sich auf im Zorn. Seine letzte Raserei war die eines Berserkers, nicht die eines Fuchses.
Und so sage ich Sanguine Moon, Adren der Silberfänge, geboren unter dem vollen Mond, jetzt und hier, Froststimme hat Gaia Respekt erwiesen, sein Blut hat ihn rein gewaschen.

Gebt ihm eine Feuerbestattung wie es sich den Riten nach gehört."
Und er erhielt sein Recht und man sah, Gaia nahm ihn an.

Blutmond (Sanguine Moon) Adren der Silberfänge geboren unter dem vollen Mond





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