Die Köpfe des Wyrm

Dies ist eine Geschichte mit verteilten Rollen die zur Unterhaltung an Beltaine 2007 vorgeführt wurde. Das Stück basiert auf einer Geschichte aus der Werwolf Kurzgeschichtensammlung Drums around the fire.

Die Rollen:
Erzähler
Ragabash
Wyrm 1, 2 und 3

[Erzähler] Diese Geschichte erzählt von einer Zeit der Harmonie die heute lange vergessen ist. Es war damals, als Garou, Tiere und Menschen in Harmonie lebten und alles, Steine und Pflanzen, noch in beiden Welten lebten und keine Trennung kannten. Doch dann kam der Riss, plötzlich, unerwartet. Wir waren überwältigt, konnten ohne die spirituelle Seite nicht richtig funktionieren. Doch der Wyrm konnte und kam, sein schreckliches Werk zu beginnen.
Mancherorts brach die Erde einfach weg, zerbarst unter den Füßen der Lebewesen. Andernorts wurde sie hoch in die Luft geschleudert. Überall verwandelte der Wyrm Leben in Tod. Doch die Garou organisierten sich schließlich und schafften es mit vereinter Kraft, die Verbindungen des Wyrm zum stofflichen Welt zu trennen. Der Wyrm verschwand und ließ eine gespaltene Welt zurück. Geist und Stoff wurden nie mehr eins. Doch das Leben war gerettet.
Die Garou die damals jenes Band trennten und den Wyrm zurückschlugen, gaben dafür ihr Leben, doch gelten sie als die größten Helden und ihre Geschichte wird in jedem Stamm besungen. Nur einer überlebte, ein Ragabash. Ihn verschlug es in das Land des Wyrm, wo er dem Wahnsinn verfiel. Von dort aus, erscheint er den Theurgen in Visionen und lehrt sie über die Gefahren des Wyrm. Heuten kennt man ihn, als Dorn-im-Fleisch-des-Wyrm. Von ihm kennen wir auch folgende Ereignisse:
Nachdem der Wyrm aus der Welt verbannt war, begab er sich in die Tiefen seines eigenen Reiches um sich zu erholen. Dorn-im-Fleisch-des-Wyrm folgte ihm und sah, wie er sich in seinem Schleimbad wältze.

[Während der Erzähler spricht, ist ein großes Tuch auf dem Boden unter dem sich die Wyrnspieler verstecken. Der Ragabash betritt, schleichend, die Szene und beobachtet, versteckt, was passiert]

[Wyrm 1, 2 & 3] Ich habe versagt. Die Schöpfung bleibt erhalten. Unkontrolliert. Ohne Ausgleich. Ein Teil von mir, muss für das Versagen die Schuld tragen.

[Die drei Wyrmspieler kommen teilweise unter dem Tuch hervor]

[Wyrm 1 & 2 zu Wyrm 3] Da ist er Schuldige. Dieser war schuld.

[Wyrm 3] Was hab ich getan, dass ihr mich absondert ? Ausschließt, in solcher Weise ?

[Wyrm 1] Du hast verloren.

[Wyrm 2] Du hast uns den Krieg gekostet.

[Wyrm 1 & 2] Du hast uns gedemütigt vor den Dienern von Schöpfung und Struktur.

[Wyrm 3] Aber wir sind ein Wesen. Wie kann das sein.

[Wyrm 2] Der Plan kam von einer Seite.

[Wyrm 1] Du bist der Autor des Plans, die Quelle des Misslingens. Wir müssen den Teil der Fehlerhaft ist absondern und wir werden nie wieder Fehler machen.

[Wyrm 3] Das ist Weberkram. Absondern, klassifizieren. Das ist nicht unser weg.

[Wyrm 2 wird wütend und schubst Wyrm 2 beiseite] Der Weber ist unser Feind. Nenn uns nie bei seinem Namen.

[Wyrm 3 taumelt zurück und bleibt am Boden sitzen] Was soll das? Du bist wie das Wyld. Unkontrollierte Ausbrüche und Wut, dass ist nicht unser Weg.

[Wyrm 1] Er beleidigt uns und er ist schuld an unserem Versagen. Ich erkläre mich zum Richter über ihn.

[Wyrm 2] Ja, genau, ich richt..... he warte mal, warum richtest du, warum nicht ich. [Geht wütend auf Wyrm 1 zu]

[Wyrm 1]Äh.... Weil du der Henker bist. Dafür eignest du dich.... Schau er flüchtet... [zeigt auf Wyrm 3 der sich versucht hat zurückzuziehen. Wyrm 2 stellt sich vor ihn.]

[Wyrm 1] Seine Flucht bestätigt seine Schuld. Ich verurteile ihn dazu, all seine Macht zu verlieren, den er hat den Wyrm verraten.

[Wyrm 3 ruft, während Wyrm 2 ihn festhält] Das ist Wahnsinn. Ich bin der Wyrm.

[Wyrm 1, beugt sich über Wyrm 3]

[Erzähler] Und so fraß der Wyrm einen Teil von sich.

[Wyrm 1] Erhebt sich, es ist getan. Ich bin nicht länger nur der Wyrm, ich bin dar Verzehrer der Seelen.

[Wyrm 2 lässt Wyrm 3 fallen] He, ich will auch was. Gib mir.

[Wyrm 1 weicht zurück, während Wyrm 2 auf ihn zukommt] Ähh.... ja, als mein treuer Dien..... äh, Partner, wirst auch du macht erhalten. Durch...äh. einen Namen. Ich ernenne dich zum.....äh.......Untier des Krieges. Sobald ich die Macht verdaut habe, gebe ich dir davon. Ein klein wenig kannst du schon haben. Durch den Namen.

[Wyrm 2, stolz] Ich bin nicht länger nur der Wyrm. Ich bin das Untier des Krieges. Reine Macht. Gefällt mir.

[Wyrm 1] Schön. Dann mach den Verräter platt. Wir brauchen ihn nicht mehr.

[Wyrm 2 schlägt einige Zeit auf Wyrm 3 ein und sagt dann] Er geht nicht kaputt.

[Wyrm 1] Das ist nicht gut. Aber er ist schwach und wird uns nie wieder stören. Schau wie er da liegt, von uns gestraft und geschändet. .... Ha ha..... ein Schänder-Wyrm. [Wyrm 1 Kichert] Lass ihn liegen, wir haben neue Pläne zu schmieden, die Schöpfung zu kontrollieren und zu vernichten. Weber und Wyldnis Einhalt zu gebieten.

[Wyrm 1 & 2 ab]

[Ragabash schleicht sich näher an Wyrm 3 während Erzähler sprich und geht ab, wenn Erzähler fertig ist] Und so entstanden die Köpfe des Wyrm. Einer wie der Weber, planend und strategisch, einer wie die Wyldnis, mächtig, urtümlich und wild. Und einer der da lag, geschändet am Boden. Wenn die andern beiden wie Weber und wie Wyldnis sind, dachte Dorn-im-Fleisch-des-Wyrm, ist dieser dann nicht mehr Wyrm als die anderen? Ist dieser dann nicht gefährlicher, wenn er wieder zu Kräften gekommen ist. Er spürte wie der Geschändete wuchs und so machte er sich auf, die Nachricht in die Träume der Theurgen zu senden. Denn dies war wahrlich große Kunde.






Zurück zur Übersicht