Die Schlacht an den Hügelgräbern zu Beltane


So hört nun die Geschichte, wie einige aus der Septe des Weißen Schädels auszogen um Informationen aus einer Blutsverwandten der Tänzer der Schwarzen Spirale herauszuholen und wie sie sich plötzlich umgeben von Feindesscharen in einer Schlacht wiederfanden die Blut, Tod und immerwährenden Ruhm brachte.

Es war an Beltane im Jahr 2007, als
„Davaij“, Fostern der Schattenlords, bei den Menschen unter dem Halbmond geboren, Mitglied des Rudels Way of Loyalty, Ritenmeister und Wahrheitsfänger der Septe,
mich aufsuchte um sich meiner Mithilfe bei dem Verhör einer Blutsverwandten des Ritenmeisters der nahen Wyrmgrube zu versichern.

Diese Frau schien die Gabe zu haben einen jeden, egal ob Mensch oder Garou um den Finger wickeln zu können, so dass Davaij die willensstärksten Garou der Septe brauchte um sie zu verhören.

Seine Wahl fiel also auf mich und
„Scheidende Zunge“, Cliath der Kinder Gaias, als Mensch unter dem Neumond geboren, Mitglied des Rudels Way of Loyalty.

Wir brachen unterstützt von
„Bullet-proof“, Cliath der Schattenlords, unter dem Vollmond als Mensch geboren, Alpha des Rudels Blitzkrieg
und
„Klingenwirbel“, Cliath der Fianna, menschgeborene Galliarde des Rudels Way of Loyalty
auf um uns der Sache anzunehmen.

Davaij entführte die Frau und brachte sie auf den Schrottplatz, der damals unter der Kontrolle von
„Ratspeaker“, Fostern der Knochenbeisser, als Mensch unter dem Dreiviertelmond geboren und Beta des Rudels Way of Loyalty,
stand.

Dort warteten Schneidende Zunge und ich in einem Stahlkontainer und fingen, nachdem sie uns gut gefesselt überbracht wurde, an, sie zu verhören, wobei ich sagen muss, dass Schneidende Zunge einige Verhörmethoden anwandt, die einem Nachfahren Ehre gemacht hätten.
Also diese Frau merkte, dass ihre bezirzenden Versuche bei uns nicht fruchteten, schwieg sie, trotz der Schmerzen, die wir ihr zufügten, und drohte nur damit, dass ihr Bruder sie befreien und wir des Todes sein würden.

Plötzlich wurde der Stahlkontainer in dem wir uns befanden durch einen Kran angehoben und wir entscheiden uns die Gefangene zu schultern, die Türen aufzustoßen und den Kontainer zu verlassen.

Als wir die Türen öffneten hörten wir bereits Kampflärm und sprangen in der Kriegsgestalt heraus.
Unsere Kameraden wurden draußen von unsichtbaren Feinden attackiert, die wir nach einigem hin und her bis auf einen, der flüchtete, ausschalten konnten.
Daraufhin entschied Davaij den Ort des Verhörs zu verlegen, da der Flüchtige jederzeit mit Verstärklung zurückkommen könnte.

Wir suchten einen Ort am anderen Ende des Waldes auf um das Verhör dort weiter fortzuführen, glücklicherweise schloss sich uns auf dem Weg noch
„Starkes Herz“, Cliath der Kinder Gaias, menschgeborener Ahroun und Mitglied des Way of Loyalty,
an.
Wir kamen an eine kleine Schutzhütte, in die wir die Gefangene brachten, um diese Schutzhütte herum waren die Hügelgräber einer lang vergangenen Zivilisation angelegt gewesen ... es waren drei Hügelgräber ... heute erscheint es mir wie ein Omen für das, was nun kommen sollte.

Auch hier bekamen wir nicht viel aus der Gefangenen, die es zwischenzeitlich schaffte Davaij und Bullet-proof zu verwirren, heraus.
Unverhofft wurden wir erneut von unsichtbaren Tänzern attackiert, während Davaij die Gefangene bewachte hatten wir es mit etwa 5 Gegnern zu tun, welche wir nur schwer zurückschlagen konnten.

Als wir den letzten Gegner erledigt zu haben glaubten, stürmte ein ganzes Kriegsrudel der Tänzer auf uns zu, angeführt von einem übergelaufenen Fostern der Nachfahren des Fenris. Starkes Herz und ich warfen uns sofort gegen den Fenrir, das Feuer, das einer der Tänzer um uns entstehen ließ, konnten uns dabei nicht aufhalten, auch wenn es üble Verbrennungen hervorriefen.
Aus dem Augenwinkel sah ich, wie auch alle anderen Garou den Kampf aufnahmen.

Der Kampf gegen den verräterischen Fenrir war hart, auch die silberne Klinge meines Schwertes konnte ihm kaum Schaden zufügen. Auch wenn Starkes Herz und ich ihm immer wieder ausweichen konnten machten uns seine gewaltigen Schläge und das um uns aus der Luft heraus erschaffene Feuer schwer zu schaffen. Ein Schlag von gigantischer Kraft traf Starkes Herz und warf ihn mehrere Meter zurück, während ich den Feind mit einem geschickten Schwertstreich gegen den Kopf zu Boden schicken konnte, ich wollte ihm gerade seinen verräterischen Kopf abschlagen, als ich erneut von Feuer umschlossen wurde und die Welt im blutroten Schleier der Raserei versank.

Ich kann nicht sagen, wie lange mich die unendliche Wut der Berserkerraserei beherrschte, ich kann nur sagen, dass ich wohl nachdem ich erneut von Feuer umschlossen worden war, auf den Verräter gefallen und ihn so direkt zerfleischt hatte. Ich meine mich dunkel zu erinnern, von hinten attackiert worden zu sein und mehrere Klauenschläge mich in den Rücken trafen, gegen die ich mich wohl mit zwei Schlägen nach hinten zu wehren versuchte, bevor ich weiter die Leiche des Verräters in Stücke riß.

Als der Berserker mich verließ lag ich auf dem zerfetzten Körper des verräterischen Fenrirs. Es klebten Blut und Fetzen seiner Organe in meinem Fell, dass sich auch sehr stark mit meinem Blut getränkt hatte.

Ich zwang mich auf die Beine, ergriff mein Schwert und sprang auf eines der Hügelgräber um mir einen besseren Überblick über das Schlachtfeld zu verschaffen sowie weitere Feinde auszumachen, doch ich sah .... nichts.

Ich war allein, niemand war mehr da ..... nur die Toten.
Ich sah viele Tänzer erschlagen und zerfetzt auf dem Schlachtfeld liegen.
Auf einem der Hügel lag Schneidende Zunge, zwei zerfetzte Tänzer neben ihm, er hatte sein Leben ruhmreich für Gaia gegeben.
Ich drehte mich um und blickte auf die Stelle, an der Starkes Herz und ich gegen den Verräter an meinem Stamm gekämpft hatten und entdeckte Starkes Herz Tod neben einem Baum.

Weder von Davaij, Bulletproof, noch von Klingenwirbel war irgendetwas zu sehen.
Wo vor Minuten noch der Kampf tobte, herrschte surreal scheinende Stille.
Der Wind wehte, er trug den Blutdunst über die Gräber ... Wolken wanderten über den Himmel und die Sonne scheinte, die Vögel begannen wieder zu zwitschern, und ich sank gechwächt vom Blutverlust auf die Knie und rief nach einem dienstbaren Geist meines damaligen Totems, dem Blitz.
Funkensprühend schoß ein Blitz vor mir auf die Erde und wandelte sich in eine sprühende Kugel aus reiner Energie, die vor mir auf und ab schwebte.
Ich bat den Geist meiner Septe eine von dem Kampf zu schicken und dass sie schnellstmöglich Verstärkungen schicken sollten, da die Feinde jederzeit ihr angefangenes Werk zu Ende führen könnten.

Meine Aufgabe war es nun, die Körper der Toten gegen den Feind zu verteidigen, bis ich selbst fiele, oder unsere Unterstützung eintraf.

Gerade wollte ich mich Starkes Herz zuwenden um seinen Körper zur nahen Schutzhütte zu tragen, als ich ein Rascheln im nahen Gebüsch vernahm.

Ich sprang also mit gezogenem Schwert in die Büsche und fand dort Bullet-proof schwerst verletzt, gerade noch so am Leben, vor und neben ihm lag Klingenwirbel tot da, umgeben von zerfetzten Tänzerleibern.

Also half ich Bullet-proof an den Eingang der Hütte zu kommen, barg die Körper unserer gefallenen Freunde und setzte mich neben ihn.

Und so warteten wir auf den Tod im Kampf oder auf unsere alarmierten Brüder und Schwestern, die glücklicherweise nach einer unendlich lange erscheinenden Zeit zu uns kamen.

Kurz darauf hielt Davaij die Totenriten für unsere Gefallenen.

Viele die Gefallen sind, sind vergessen worden, ..... aber jene, die dort kämpften und fielen: „Schneidende Zunge“, „Starkes Herz“ und „Klingenwirbel“......
tapfere kleine „Klingenwirbel“, ..... werden für immer in meinem Herzen sein.


„Cold Rain becalms the Rage“,
Krieger der Nachfahren des Fenris,
im Range eines Cliath,
unter der Bestimmung des Forseti bei den Menschen geboren,
Warder der Septe des Weißen Schädels,
Alpha des Rudels Mjöllnirs Flug





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