Der 1. Ritus von Starkes Herz

Ich möchte euch eine Geschichte erzählen über Treue und Mut und Vertrauen. Eine Geschichte über einen Ersten Ritus, der es in sich hatte.

Unser Held hieß Matthis, er war als Ahroun bei den Menschen geboren, und gehörte den Kindern Gaias an. Er lief damals im Rudel der Erzähler und als diese entschieden er wäre bereit um seinen Namen zu erhalten begaben sie sich zu einer befreundeten Septe um dort den Ritus für ihn durchzuführen. Leider fanden sich in dieser Septe keine Welpen, die bereits soweit waren, um am Ersten Ritus teilzunehmen. Und so musste Matthis alleine gehen, ohne Rudel, das ihn unterstützen, seine Zweifel ersticken konnte, denn er selbst glaubte nicht so Recht daran, dass er bereit wäre. Er sah sich vor einer Aufgabe, die nur schwer zu schaffen ist, er musste die Rollen, die sonst unter allen Vorzeichen aufgeteilt werden ganz alleine meistern.

Bereits zu beginn erhielt er ein Rätsel, Reines Wasser und den Hinweis er müsse einen Geist retten. Nach grübeln und knobeln führte ihn dieses Rätsel letztlich zu einer Wegscheide wo ein alter schlauer Fuchs bereits auf ihn wartete. Matthis faste sich ein Herz und sprach den Fuchs an in der Hoffnung, der Fuchs würde ihn verstehen. Er hatte Glück, so schien es zumindest, denn der Geist verstand ihn. Doch statt hilfreich zu sein und ihm die Antworten zu geben die Matthis benötigte begann der Fuchs ein hinterlistiges Spiel, er verdrehte die Worte, er wich aus und säte mit seinen Antworten Zweifel im Herzen des Jungen. Nach einem langen Wortgefecht gelang es Matthis endlich die nötigen Informationen zu erhalte. Er wählte den Pfad zu seiner linken welcher ihn letztlich zu einem Baumgeist führen würde welcher durch Plagen bedroht war. Der Weg war nicht weit, doch wir alle wissen wie lang Wege werden können und die Zeit sich strecken kann wenn Zweifel am Herzen nagen. Mehr als einmal war er kurz davor sich um zudrehen und zu seinem Rudel zu gehen um ihnen zu sagen, sie hätten sich in ihm geirrt. Doch jedes Mal lies ihn der Gedanke an ihr freudigen Gesichter und ihre Augen voller Zuversicht und Hoffnung als sie ihn auf den Weg schickten weiter gehen. Er wollte - er konnte sie nicht enttäuschen. Er wollte in ihre Weisheit vertrauen. Als der Ort der letzten Prüfung in Sicht kam begann sein Stammes Totem in seinem Herzen zu singen und der Wunsch zu schützen und zu heilen wusch die letzten Zweifel aus seinem Herz.

Die Plagen waren nicht sehr stark doch sie waren zu fünft und für einen Welpen eine wirkliche Herausforderung er kämpfte mit allem was er hatte. Lunas Zorn brannte in ihm so heiß wie er in einem Ahroun brennen muss und mit Auferbietung all seiner Kampfkraft schlug er diese Diener des Wyrm nieder. Doch der Baum war schon so krank durch die zahlreichen Angriffe, dass dies allein nicht gereicht hätte. Und so nutzte der junge Wolf das Reine Wasser und es gelang ihm, trotz der geringen Menge, soviel des Platzes zu Reinigen, dass der Baumgeist gesunden konnte.

So kehrte er zurück zu seinem Rudel, und erhielt als Anerkennung seiner Taten den Namen Starkes Herz und den Rang eines Cliath.

Diese Geschichte wurde an der Moot vor Beltane erzählt von
Katherine,
Welpe der Nachfahren,
geboren unter dem Galliardmond.





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