Gerechter Zorn

Text: Stilles Verständnis

Die Geschichte. die ich euch erzählen möchte, kam mir erst vor kurzem zu Ohren. Es ist die Geschichte von dem letzten Kampf eines Garou, damit er und seine Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.
Dieser Garou war ein Adren meines Stammes von Luna zum Vollmond bestimmt und Caernhüter seiner Septe.
Er war mit seinem Rudel, unter ihm liefen
"Leise Worte" Galiard und Fostern meines Stammes,
"Verschwimmt mit den Blättern" Ragabash und Fostern meines Stammes und
"Hört auf den Wind" eine Neumondgeborene vom Range eines Cliath meines Stammes
allesamt homidgeboren, auf Außenpatrouille, die sie als Wächterrudel regelmäßig durchführten.
Sie liefen gerade durch ein Teil in der relativen Nähe ihres Caerns, das sich am Ende zu einer Schlucht verengte. Das Rudel hatte ein unangenehmes Gefühl als sie sich der Schlucht näherten und machten sich gegenseitig darauf aufmerksam.
Jedoch sämtliche Gaben offenbarten ihnen nichts, selbst die Gabe des Wyrmgespür ließ sie nichts erkennen.
Vorsichtig ging das Rudel weiter und betrat die Schlucht. Als sie schon weit hinein gelaufen waren sprangen plötzlich vier Tänzer in Crinosform mit silbrigen Krallen hinter einem Felsvorsprung hervor und griffen das Rudel an. Den Garou blieb kaum Zeit selbst in die Kriegsgestalt zu wechseln und sich zu verteidigen. Dennoch gelang es "Leise Worte" ein inspirierendes Kampfgeheul anzustimmen.
Derweil sprangen zwei Tänzer hinter ihnen auf den Weg. Sie hatten sich magisch verschleiert um das Rudel zu umgehen und stürzten sich nun auf den Ragabash. Der konnte einen von ihnen niederstrecken erlag aber selbst der Gegenwehr des Tänzers.
Inzwischen trafen die Anderen aufeinander. Es waren bei den Tänzern wohl drei Fostern und Cliath, die beiden Gruppen teilten sich gegenseitig schwere Schläge aus, da wurden sie von dem verbliebenen Tänzer Neumond, einem Cliath, in die Zange genommen.
"Hört auf den Wind" stellte sich diesem angeschlagenen entgegen und konnte ihn besiegen. Unterdessen hatten auch die Anderen ihre Tänzer besiegt, allerdings hatten sie so schwere Wunden davon getragen, dass sie selbst durch ihre Gaben nur mit großer Anstrengung zu heilen waren. Ihnen blieb auch kaum Zeit als vier weitere Tänzer auf sie zu gestürmt kamen. Offensichtlich war das die Vorhut einer großen Gruppe Wyrmdiener, die den Caern angreifen wollten. Der Adren befahl "Hört auf den Wind" zur Septe zurückzukehren und diese zu warnen, während er sich mit dem Galliard dem Gegner entgegen warf.
Das letzte was "Hört auf den Wind" sah war das "Leise Worte" fiel. Nur widerwillig und bitterem Gefühl lies sie ihren Alpha zurück, Doch als sie mit den meisten der Septe zurückkam sah sie seinen mit Wunden übersäten toten Körper inmitten von zehn erschlagenen Werwölfen und zwei gefallenen Garou von denen wohl sechs auf sein Konto gingen, sitzen.
So wurden die Tänzer lange genug aufgehalten und der Theurge kam rechtzeitig mit Verstärkung, um die drei restlichen gerade anstürmenden Rudel Tänzer zurückzuschlagen und den Caern zu retten.
Später beim Ritus der Verschiedenen erzählte "Hört auf den Wind" diese Geschichte meiner Großmutter und ihren beiden Söhnen. Ich selbst erfuhr erst vor einem halben Jahr von dieser Geschichte.
Es ist die Geschichte von Gustav "Gerechter Zorn" Paulkörbel, Adren der Kinder Gajas, unter den vollen Mond als Mensch geboren, Alpha des Rudels Zorn Gajas, Caernhüter der Hohen Quellen und Kind von Pegasus.
Es ist die Geschichte meines Großvaters.


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